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Dank Wissenschaft bis zum Mond: Startschuss für ein einzigartiges Forschungsprojekt im Jugendbaseball

Baseball gehört zu den technisch anspruchsvollsten Sportarten der Welt. Besonders der Wurf eines Pitchers erzeugt enorme Kräfte auf Schulter und Ellbogen. Für junge Athletinnen und Athleten, deren Bewegungsapparat sich noch im Wachstum befindet, kann dies gravierende Folgen haben: Schulter- und Ellbogenverletzungen zählen zu den häufigsten Problemen im Jugendbaseball – und beenden nicht selten vielversprechende Karrieren frühzeitig.

Gemeinsam mit der Universität Antwerpen und den Brasschaat Braves, einem der erfolgreichsten Baseball-Teams Belgiens, hat THIM – Die Internationale Hochschule – nun ein innovatives Forschungsprojekt gestartet. Ziel ist es, erstmals die Entwicklung der Wurfkoordination von Kindern und Jugendlichen über mehrere Jahre hinweg zu untersuchen. Langfristig sollen Risikofaktoren frühzeitig erkannt und Überlastungsverletzungen gezielt verhindert werden.

Im biomechanischen Teil des Projekts werden 34 reflektierende Marker gemäss einem Ganzkörper-Markerset an anatomischen Knochenmarkierungen angebracht. Die 3D-Position jedes Markers wird mit einem Setup aus 11 Qualisys-IR-Kameras mit 300 Hz und einer synchronisierten Kamera erfasst.
Foto: Prof. Dr. Ron Clijsen

Ein neuer Blick auf den Wurf: Die systematische Anwendung der CRP-Analyse

Während bisherige Studien vor allem einzelne Gelenkwinkel oder Belastungsspitzen analysierten, geht dieses Projekt einen entscheidenden Schritt weiter. Zum Einsatz kommt die Methode der Continuous Relative Phase (CRP). Sie betrachtet den Wurf als komplexes Zusammenspiel verschiedener Körpersegmente und untersucht, ob benachbarte Gelenke synchron (in-phase) oder asynchron (out-of-phase) arbeiten.

Diese Koordinationsmuster könnten der Schlüssel sein, um zu verstehen, warum manche Würfe effizient und sicher ausgeführt werden – während andere ein erhöhtes Verletzungsrisiko bergen. Die systematische Anwendung der CRP-Methode im Baseball ist dabei eine wissenschaftliche Premiere.

3D-Strichfigur mit der Bewegungsbahn des Handgelenks während des gesamten Baseballwurfs.
Video: Prof. Dr. Jean-Pierre Baeyens

Studiendesign: Eine Längsschnittstudie über fünf Jahre

Die Untersuchung ist als Longitudinalstudie angelegt: Über fünf Jahre hinweg werden dieselben Spieler jährlich erneut getestet. So lassen sich individuelle Entwicklungen und Veränderungen besonders präzise erfassen.

Die Untersuchungsgruppe umfasst:

  • mindestens 10 Spieler der U12 (8–12 Jahre);
  • mindestens 10 Spieler der U15 (13–15 Jahre);
  • sowie eine Referenzgruppe aus 10 Erwachsenen.

Die ersten Pilotmessungen finden mit dem U12-Team der Brasschaat Braves statt – Europameister 2024 und Teilnehmer der U12-Weltmeisterschaft in Missouri (USA).

Foto: Stockphoto, Adobe Express

High-Tech auf dem Spielfeld: 3D-Motion-Capture im Einsatz

Die Wurfbewegung wird mit einem hochmodernen 3D-Motion-Capture-System (Qualisys, 10 Infrarotkameras, 250 Hz) erfasst. Reflektierende Marker an Armen, Rumpf, Beinen und Ball ermöglichen eine millimetergenaue Analyse von:

  • Gelenkwinkeln an Schulter, Ellbogen und Handgelenk;
  • Winkelgeschwindigkeiten;
  • CRP-Werten (Zusammenspiel von verschiedenen Körperteilen für flüssige, effiziente und sichere Bewegung);
  • Ballgeschwindigkeit als Leistungsindikator.
Basierend auf einer 3D-Rekonstruktion mittels Euler-Winkeln wurde die intersegmentale Koordination der Wurfbewegung durch Zatsiorsky-Berechnungen, kontinuierliche relative Phasen und Vektorkodierung analysiert. Zur Ermittlung der Schulterrotations- und Ellenbogen-Valgusmomente wurde ergänzend ein invers-kinematischer Ansatz angewendet.
Video: Prof. Dr. Jean-Pierre Baeyens

Ergänzend werden die Körperkonstitution (Körpergewicht, Körpergrösse, Taillen- und Hüftumfang und weitere Körpermasse und -Proportionen) sowie verschiedene Key Performance Indicators (Kraftwerte und Gelenkmobilität wie Griffkraft, Sprungleistung und Schulterrotation) erhoben. Zudem werden orthopädische Verletzungsfragebögen und Anamnesen durchgeführt. Alle Messungen sind nicht-invasiv, standardisiert und die Daten werden anonymisiert und verschlüsselt gespeichert.

Bedeutung des Projekts: Neue Erkenntnisse für Prävention und Talentförderung

Das Projekt soll Antworten auf zentrale Fragen liefern:

  • Wie unterscheidet sich die Wurfkoordination zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen?
  • Welche Koordinationsmuster stehen in Zusammenhang mit erhöhter Ellbogenbelastung?
  • Lassen sich Risikoprofile für Überlastungsverletzungen entwickeln?

Langfristig sollen daraus evidenzbasierte Trainingsprogramme entstehen, die Coaches unterstützen und jungen Talenten eine gesunde sportliche Entwicklung ermöglichen.

Zudem verbindet das Projekt Forschung, Lehre und Praxis: Studierende der Universität Antwerpen und von THIM sind aktiv eingebunden – von der Datenerhebung im Labor und auf dem Feld bis zur Auswertung mit Matlab und SPSS. Auch Bachelor- und Masterarbeiten fliessen direkt in das Projekt ein. So entsteht ein wertvoller Austausch zwischen Wissenschaft, Leistungssport, Medizin und Biomechanik.

Wie geht es weiter?

Im ersten Projektjahr liegt der Fokus auf dem Aufbau der Messdatenbank, der Analyse der U12-Pilotgruppe und der Entwicklung erster CRP-Referenzwerte. Diese Grundlage ermöglicht es, in den kommenden Jahren einzigartige Einblicke in die motorische Entwicklung junger Baseballspieler zu gewinnen – ein Forschungsfeld, das international bisher kaum erschlossen ist.

Das Projekt wird wissenschaftlich geleitet von Prof. Dr. Francis Van Glabbeek, Department of Orthopedics, Antwerp University Hospital (UZA). Das Projektteam setzt sich zusammen aus Dr. med. Dennis Brouwers, Prof. Dr. Jean-Pierre Baeyens, Dr. Rens Baeyens, Prof. Dr. Walter Daems, Prof. Dr. Jan Steckel und Prof. Dr. Ron Clijsen, Forschungsleiter THIM.

Foto: KI-generiert von Gemini

Forschungspartner der Studie:

Weitere Publikationen der THIM Forschungsabteilung

Angelina Juon

Unihockey-Spielerin und Studentin THIM Modus S

«Für mich war klar: Mein Studium muss sich mit Unihockey auf Elite-Niveau vereinbaren lassen. THIM bietet mir genau das – ein flexibles Umfeld und familiäres Umfeld. Der Unterricht lässt sich optimal auf Training und Spiele anpassen. Ich schätze die bisherige Zusammenarbeit sehr und bin sicher, dass sie auch in Zukunft reibungslos funktioniert.»

Martina Friedli

Dozentin Gesundheit & Bewegung / Leiterin P-Phase Modus B

Bei THIM seit: 2016

«Ich sehe es als ein Privileg, zukünftige Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ausbilden zu dürfen. Neben der Vermittlung von Fachwissen und praktischer Expertise möchte ich mit meinem Unterricht vor allem eines bewirken: die Studierenden mit «dem Virus der Physiotherapie» zu infizieren.»

Thim van der Laan

Direktor

Bei THIM seit: 2009

«Ich setze mich besonders für aktive und kritisch-konstruktive Studierende ein und versuche ständig, die neusten Bildungstrends in den Unterricht mit einfliessen zu lassen, ohne dabei Bewährtes zu vernachlässigen.»

Michael Schwendeler

Student THIM Modus B

«Ich studiere bei THIM, weil das Individuum an der THIM einen hohen Stellenwert geniessen kann. Die Gratwanderung zwischen Internationalität und schweizerischen Grundwerten schaffen ein Klima, um sich optimal zu entfalten.»

Martina Friedli

Dozentin Gesundheit & Bewegung / Leiterin P-Phase Modus B

Bei THIM seit: 2016

«Ich sehe es als ein Privileg, zukünftige Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ausbilden zu dürfen. Neben der Vermittlung von Fachwissen und praktischer Expertise möchte ich mit meinem Unterricht vor allem eines bewirken: die Studierenden mit «dem Virus der Physiotherapie» zu infizieren.»

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Marina Steinmann

Dozentin Gesundheit & Bewegung / Leiterin P-Phase Modus A / Mentorin

Bei THIM seit: 2016

«Ich finde es spannend die Vielfältigkeit der Physiotherapie mit den Studierenden zu teilen und dabei gemeinsam auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu bleiben.»

Alisha Merz

Studentin THIM Modus A

«Ich studiere bei THIM, weil ich in einem unterstützenden und freundlichen Umfeld am besten lerne. Die enge Zusammenarbeit mit Dozierenden, die sich wirklich für meinen Fortschritt interessieren, schafft eine positive Lernatmosphäre. Hier habe ich die Möglichkeit, alles über den menschlichen Körper zu erfahren, was mich optimal auf meinen Traumberuf als Physiotherapeutin vorbereitet.»

Thim van der Laan

Direktor

Bei THIM seit: 2009

«Ich setze mich besonders für aktive und kritisch-konstruktive Studierende ein und versuche ständig, die neusten Bildungstrends in den Unterricht mit einfliessen zu lassen, ohne dabei Bewährtes zu vernachlässigen.»

Marina Steinmann

Dozentin Gesundheit & Bewegung / Leiterin P-Phase Modus A / Mentorin

Bei THIM seit: 2016

«Ich finde es spannend die Vielfältigkeit der Physiotherapie mit den Studierenden zu teilen und dabei gemeinsam auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu bleiben.»

Alisha Merz

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Michael Schwendeler

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«Ich studiere bei THIM, weil das Individuum an der THIM einen hohen Stellenwert geniessen kann. Die Gratwanderung zwischen Internationalität und schweizerischen Grundwerten schaffen ein Klima, um sich optimal zu entfalten.»

Angelina Juon

Unihockey-Spielerin und Studentin THIM Modus S

«Für mich war klar: Mein Studium muss sich mit Unihockey auf Elite-Niveau vereinbaren lassen. THIM bietet mir genau das – ein flexibles Umfeld und familiäres Umfeld. Der Unterricht lässt sich optimal auf Training und Spiele anpassen. Ich schätze die bisherige Zusammenarbeit sehr und bin sicher, dass sie auch in Zukunft reibungslos funktioniert.»

STUDIENMODUS S:

Physiotherapie für Spitzensportler:innen oder Trainer:innen

Bachelor of Science in Physiotherapy

8 Semester (4 Jahre) inkl. 3 Praktika à 4 Monate

Landquart, Schweiz

Anmeldeschluss: 30. Juni 2026

Du bist Sportlerin oder Sportler, Trainerin oder Trainer im Spitzensport und möchtest neben der Sportkarriere deinen beruflichen Werdegang voranbringen? Du interessierst dich für Bewegung und für den menschlichen Körper und möchtest diese beiden Interessensgebiete vertiefen? Dann ist das Studium im Modus S (wie Spitzensport) bei THIM genau das Richtige für dich. 

STUDIENMODUS B:

Physiotherapie studieren als Zweitausbildung

Bachelor of Science in Physiotherapy

8 Semester (4 Jahre) inkl. 3 Praktika à 4 Monate

Landquart, Schweiz

Anmeldeschluss: 30. Juni 2026

Physiotherapie studieren und nebenbei arbeiten – THIM macht’s möglich! Im Studienmodus B findet der Präsenzunterricht jeweils am Freitag und Samstag statt. Durch diese Struktur kann der Lehrgang mit einem Arbeitspensum von 50%-60% absolviert werden. Profitiere von einer hochwertigen Physiotherapie-Ausbildung, geniesse einen persönlichen Umgang in Landquart, finde internationalen Anschluss und mache deine Leidenschaft zum Beruf.

Thim van der Laan

Direktor

Bei THIM seit: 2009

«Ich setze mich besonders für aktive und kritisch-konstruktive Studierende ein und versuche ständig, die neusten Bildungstrends in den Unterricht mit einfliessen zu lassen, ohne dabei Bewährtes zu vernachlässigen.»

STUDIENMODUS A:

Das klassische Physio-Studium

Bachelor of Science in Physiotherapy

8 Semester (4 Jahre) inkl. 3 Praktika à 4 Monate

Landquart, Schweiz

Anmeldeschluss: 30. Juni 2026

Suchst du ein abwechslungsreiches Studium mit familiärer Atmosphäre? Bei THIM profitierst du von einer hochwertigen Physiotherapie-Ausbildung, geniesst einen persönlichen Umgang in Landquart, findest internationalen Anschluss und kannst deine sportliche Leidenschaft zum Beruf machen..

Prof. Dr. Ron Clijsen

Forschungsleitung / Dozent wissenschaftliches Arbeiten

Bei THIM seit: 1996

“Stillstand ist Rückschritt. Die Kombination aus physiotherapeutisch relevanter Forschung und der praktischen, evidenzbasierten Physiotherapie ist für mich ein unerschöpfliches und extrem spannendes Themengebiet, dem ich mich mit ganzer Leidenschaft hingebe.”